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Rheinpfalz, 06.02.10: Unimog wieder sechs Stunden im Einsatz PDF Drucken

Räumaktion in Dansenberg fortgesetzt – Ähnliche Verhältnisse in Mölschbach – Wenig Klagen aus Morlautern und Erlenbach

Der Rest der Dansenberger Straßen wurde gestern vom Schnee freigeräumt. Sechs Stunden war der Unimog einer Baufirma mit Ortsvorsteher Franz Rheinheimer im Einsatz. Während in Mölschbach ähnliche Zustände wie in Dansenberg herrschten, ist in den anderen hoch gelegenen Stadtteilen Morlautern und Erlenbach die Situation nicht so schlimm. Dort gibt es keine großen Klagen über unpassierbare Straßen.

Der Dansenberger Ortsvorsteher hat, wie berichtet, eine Baufirma engagiert, um die Straßen abseits der Buslinien freizuräumen, nachdem die Stadt den Winterdienst nicht in den Vorort schicken wollte. Am Donnerstag hatte der Unimog einen Hydraulikschaden, als die Hälfte der Straßen geräumt war, gestern ging es weiter. Auch an der Sporthalle wurde geräumt, dort liegt nach den Worten von Rheinheimer auf 405 Metern Höhe die höchst gelegene Wohnung von Kaiserslautern. Die fast 200 Höhenmeter Unterschied zur Stadtmitte machten sich bemerkbar, Dansenberg habe ein ganz eigenes Klima, es sei schlimmer als beispielsweise in Morlautern, sagte Rheinheimer, derweil sich der Unimog durch Straßen kämpfte, auf denen noch dick der Schnee lag. Während in der Stadt fast alles weggetaut sei, könne rund um Dansenberg noch Ski gefahren werden, betonte der Ortsvorsteher.

Auch der Mölschbacher Ortsvorsteher Jörg Walter berichtete von schlimmen Zuständen. Mittlerweile habe das Tauwetter für Besserung gesorgt, aber die Tage davor hätten Leute ihr Auto in der Ortsmitte geparkt und seien zu ihren Wohnungen gelaufen, weil mit dem Wagen kein Durchkommen war. Walter hat wie Rheinheimer den Winterdienst angerufen, sich auch bei Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhardt gemeldet, die habe ihm gesagt, die Stadt habe kein Geld für extra Räumdienste. An eine Aktion wie Rheinheimer denkt er jedoch nicht, Winterdienst sei Sache der Stadt und kein Fall für eine Spendenaktion.

In Morlautern gibt es nach den Worten von Ortsvorsteher Oswald Raffel hingegen keine großen Probleme. „Wir haben einige Straßen, die zugeschneit sind, aber die Situation ist beherrschbar. Es ist Winter, man gewöhnt sich daran“, sagte Raffel. Morlautern profitiere von der Hauptstraße, die vom Winterdienst der Stadt geräumt wird. Es gebe keine Hinweise aus der Bevölkerung auf Situationen, die nicht zu meistern sind, der Winterdienst der Stadt werde nicht benötigt. „Ich bin mehr für Eigenhilfe, auf dem Dorf hilft man sich selbst“, so der Ortsvorsteher. Zu einer Räumaktion wie sein Dansenberger Kollege würde er nur im Extremfall greifen. Raffel kann sich jedoch vorstellen, dass die Situation in Dansenberg schlimmer ist als in Morlautern.

Nach den Worten von Ortsvorsteher Fritz Henrich sieht es in Erlenbach „ganz gut aus“. Es sei ein bisschen schlimm gewesen, er selbst sei einen Berg nicht hochgekommen, aber das sei nicht dramatisch. „Es ist halt Winter“, sagte Henrich. Ob er so eine Aktion wie in Dansenberg starten würde, ist für ihn fraglich, denn es stelle sich auch die Frage, wer dies bezahlt: „Gemeckert wird immer, aber wenn es an den eigenen Geldbeutel geht, ist die Freude nicht so groß.“

Rheinheimer hat inzwischen ein Spendenkonto eingerichtet, mit dem eingehenden Geld soll der Räumeinsatz in Dansenberg bezahlt werden. Er werde über 1000 Euro kosten, schätzte Rheinheimer. Das Spendenkonto bei der Stadtsparkasse Kaiserslautern, Bankleitzahl 54050110, mit dem Verwendungszweck „Spende Winterdienst Dansenberg“, hat die Kontonummer 114660. (dür)

Bild

Viel zu tun hatte Ortsvorsteher Franz Rheinheimer, der den Unimog einer Baufirma zwei Tage lang zum Schneeräumen durch die Dansenberger Straßen dirigierte. FOTO: VIEW

 

EINWURF: Aktion gerechtfertigt

In Dansenberg war gestern wieder der Unimog im Einsatz. Der Mölschbacher Ortsvorsteher hat hingegen wegen des Schnees keinen Terror gemacht, in Morlautern und Erlenbach gibt es keine großen Klagen über unzumutbare Straßenverhältnisse. Da kann man auf den Gedanken kommen, der Dansenberger Ortsvorsteher habe mit seiner Aktion übertrieben – und die Stadt ganz Recht getan, dass sie den Winterdienst nicht hoch schickt.

Doch weit gefehlt. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Die Aktion in Dansenberg war gerechtfertigt. Dort sah es gestern noch richtig übel aus. Dort war es halt einfach schlimmer als in Morlautern oder Erlenbach. Der Winterdienst der Stadt hätte nur in Dansenberg zehn Stunden räumen und noch ein paar Straßen in Mölschbach dazunehmen müssen, ohne in die anderen hoch gelegenen Stadtteile zu fahren. Dann wäre alles gut gewesen. Eine Runde im Schnee rund um die Dansenberger Sporthalle hätte die Entscheidung sicherlich leichter gemacht. Da lässt sich die Situation besser einschätzen als am Schreibtisch in der warmen Amtsstube.

(VON GERHARD DÜRNBERGER)

 
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